Klimaneutrale Wärmeversorgung
Wärmeplanung in Eigenverantwortung – So gestalten wir die Zukunft gemeinsam
Mit dem Inkrafttreten des Wärmeplanungsgesetzes sowie dem Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg (KlimaG BW) ist klar: Die zukünftige Wärmeversorgung soll klimaneutral erfolgen – auch in Sölden. Das Ziel ist eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis spätestens 2040.
Keine zentrale Nahwärmeversorgung geplant
Die Gemeinde Sölden hat bereits 2013/2014 durch das Dienstleistungsunternehmen endura kommunal GmbH prüfen lassen, ob eine zentrale Nahwärmeversorgung technisch und wirtschaftlich umsetzbar ist. Die Ergebnisse zeigten: Eine Realisierung wäre grundsätzlich möglich gewesen – jedoch aufgrund der geringen Anschlussbereitschaft wirtschaftlich nicht tragfähig.
Auch eine Aktualisierung der Untersuchung im Jahr 2024 – unter Berücksichtigung geänderter Rahmenbedingungen und neuer Förderprogramme – kam zu demselben Ergebnis: Eine zentrale Wärmeversorgung ist für Sölden weiterhin nicht wirtschaftlich darstellbar. Viele Eigentümer*innen haben bereits auf moderne Heizsysteme wie Wärmepumpen umgestellt.
Der Weg: dezentrale Lösungen für jedes Gebäude
Sölden verfolgt daher keine aktive Planung für ein zentrales Nahwärmenetz. Stattdessen liegt der Fokus auf dezentralen, individuellen Heizlösungen, die von den Eigentümerinnen und Eigentümern eigenverantwortlich entwickelt und umgesetzt werden sollen. Jede Immobilie sollte hinsichtlich ihrer Möglichkeiten zur Nutzung erneuerbarer Energien – wie Wärmepumpen, Solarthermie oder Pelletheizungen – einzeln betrachtet werden.
Unterstützung und Informationen
Für die Planung und Umsetzung einer zukunftsfähigen Heizlösung empfehlen wir folgende Anlaufstellen:
- www.energie-effizienz-experten.de
(zertifizierte Energieberater in Ihrer Region) - Wegweiser Wärmepumpe – Zukunft Altbau
- FAQ Heizen – Umweltministerium BW
Sölden setzt auf Ihre Initiative
Um das gemeinsame Ziel einer klimaneutralen Wärmeversorgung zu erreichen, ist Ihre Initiative gefragt. Die Gemeinde unterstützt Sie gern durch Informationen und Hinweise auf Beratungsangebote – die Entscheidung und Umsetzung erfolgt jedoch dezentral auf Gebäudeebene.

