Windkraft

Die grün-rote Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, aus dem Atomstrom auszusteigen und will den Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung hierfür deutlich ausbauen.

Bis zum Jahr 2020 soll mindestens 10 % des Stroms aus heimischer Windkraft gedeckt werden. Um das vorgegebene Ziel zu erreichen, müssen bis zum Jahr 2020 etwa 1.000 neue Anlagen in Baden Württemberg errichtet werden.

Bisher erfolgte die Steuerung der Windkraftstandorte durch die Ausweisung von Vorrang- und Ausschlussgebieten in Regionalplänen. Durch die Änderung des Landesplanungsgesetzes werden zum 01.01.2013 alle in den Regionalplänen ausgewiesenen Windkraftstandorte aufgehoben. Stattdessen können die Gemeinden in ihren Flächennutzungsplänen Konzentrationszonen für die Windkraftnutzung ausweisen und mit dieser Festlegung in gleichem Zuge das übrige Gemeindegebiet von Windräder freihalten.

Die Kommunen müssen deshalb zeitnah entscheiden, inwieweit sie ihre Flächennutzungspläne entsprechend ändern wollen. Für die Gemeinde Au, Horben, Merzhausen, Sölden und Wittnau hat die zuständige Verwaltungsgemeinschaft Hexental im Juni 2012 eine Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen. Fsp.stadtplanung und faktorgrün haben den Auftrag erhalten, mögliche Windkraftstandorte zu prüfen und die entsprechenden Verfahrensschritte durchzuführen.